IDJM im 29er

Die Rostocker 29er-Trainingsgruppe ist im Herbst zur IDJM gefahren – und gleich mehrere Sportler haben Berichte geschrieben!

von Kelvin Lütcheradt, WSC

Ich heiße Kelvin Lütcherath und bin am Ende der Sommerferien vom 420er auf den 29er umgestiegen. Ich habe gerade meine erste Regatta gesegelt und hatte die ersten paar Trainings hinter mir. Eine Woche vor der IDJM hat mich Martin Rohte gefragt, ob ich spontan als Schotte einspringen könnte, weil seine Segelpartnerin zu alt war. Ich habe sofort zugesagt und habe das mit meinen Eltern abgesprochen. Am Montag, dem 30.09.2024 sind wir 8 Uhr morgens aus Warnemünde mit 6 Teams losgefahren, inklusive Vereinskollege Max Thum und kamen erst spät abends am Bodensee in Friedrichshafen an.

Die nächsten 2 Tage haben wir noch trainiert und unsere Boote vermessen lassen.

Am Donnerstag, dem 03.10.2024 begann die Regatta mit der Eröffnung um 11 Uhr.

Wir haben danach sofort angefangen aufzubauen und uns umzuziehen. Auf dem Wasser ging es dann um 13 Uhr in die erste Wettfahrt. Es waren 12- 18 Knoten Wind, was recht gute Vorraussetzungen für uns als eine der schwereren Crews waren.

Wir haben insgesamt 4 Wettfahrten an diesem Tag in einer sehr guten Geschwindigkeit geschafft. Wir waren am Ende des Tages auf Platz 25, was wir als sehr gute Leistung für unser Team betrachteten.

Am Freitag begann die erste Wettfahrt aufgrund von abnehmenden Wind um 10 Uhr. Auf dem Wasser waren dann im Gegensatz zu unseren Befürchtungen doch 8 Knoten Grundwind und es ging Teilweise auch auf 14 Knoten hoch. Zum Ende der 5ten und letzten Wettfahrt war dann der abnehmende Wind dann doch zu  spüren, aber wir hatten uns bis dahin auf eine gute Position gesegelt und konnten die Verteidigen. Wir waren dann doch erstaunt, dass wir uns trotz unkonstanter Ergebnisse noch einen Platz verbessert hatten.

Am Samstag wurde sehr wenig Wind angesagt und deshalb wurde AP gesetzt.

Das hat sich lange nicht geändert, bis 15:30 Uhr konstante 6-8 Knoten gemessen wurden und wir rausgefahren sind. Wir haben dann 2 Starts gemacht: Der erste wurde abgebrochen, weil sich laut Aussage der Juri das Feld zu weit auseinandergezogen hatte. Die zweite wurde auch abgebrochen, weil wir nicht ins Ziel gekommen wären.

Am Sonntag wurde sofort AP hochgezogen und um 12 Uhr wurde AP über A gezogen. Wir haben die Boote verpackt und uns nach der Siegerehrung auf den Weg nach Hause gemacht.

von Muriel Reuter, Karl Steinicke und Lukas Breitsprecher, RSC92

Wir als RSC92 Team sind mit 3 Sportlern zur IDJM im 29er an den Bodensee nach Friedrichshafen gefahren. Zusätzlich waren noch Max Thum und Kelvin Lütcheradt vom WSC und Tillmann Bauer und Viktor Ruprecht vom SSVR am Start aus Rostock.

Am 30.09. sind wir ganz in der Früh losgefahren um die Boote am Abend noch aufzuriggen . Den darauf folgenden Tag nutzen wir als Training, um das Revier kennenzulernen.Schon beim Training gab es schwierige Konditionen, drehige Winde ,Regen, und kalte Temperaturen. Am 02.10 fing die Vermessung an ,diese verlief erfreulicherweise gut und unkompliziert für uns, kein Vergleich zur Europameisterschaft dieses Jahr. Am 03.10 begannen die Rennen. Es gab ein paar schwierige Situationen, da Rennen mit 50 Booten sehr voll sein können und für mich noch ungewohnt ist . Es waren ca. 15 Knoten an diesem Tag, jedoch waren aufgrund der Windrichtung sehr große Windlöcher dabei und auch starke Böen. Nichts desto trotz haben wir alle Rennen mit erwarteten Ergebnissen beendet . Wir haben auch sehr viel an diesen schwierigen Gegebenheiten gelernt. Der nächste Segeltag brachte ähnliche Bedingungen wie am Tag davor.

An diesem Tag konnten wir den Wind nur noch besser nutzen und beendeten den Tag mit 5 gefahrenen Rennen . Obwohl es sehr kalt war und das Wetter auch nicht das Beste war, hatten wir viel Spaß. Der 4.10 brachte leider erst einmal eine lange  Startverschiebung an Land, da es keinen Wind gab . Diese wurde jedoch auch gut gestaltet und mit gemeinsamen Tischtennis und Tischkicker spielen wurde dann auch noch die Gemeinschaft gestärkt. Es ging dann doch noch kurz aufs Wasser, leider kam kein Rennen zustande. Den darauf folgenden Tag gab es leider nicht segelbaren Wind, jedoch wurde die Regatta mit Sonne beendet. An diesen Segel Tagen haben wir sehr viel taktisches Wissen beigebracht bekommen und konnten es auch gut anwenden . Auch die drehenden Windbedingungen haben unsere Fertigkeiten gefordert und verbessert. Alles in allem hatten wir alle sehr viel Spaß und haben unglaublich viel gelernt und vor allem sehr viel Erfahrung gesammelt. Und auch wie jedes Jahr wieder die Erkenntnis gefasst,dass es im Oktober selbst im Süden von Deutschland sehr kalt ist zum Segeln.